The Colours of Japan: Farben, Japan und die Kunst

„Kann man denn überhaupt viel sagen zum Thema Farben und Japan? Da ist die Sache doch mehr als einfach – eben alles Rot und Schwarz.“


Das ist jetzt kein ausgedachter Spruch von mir – und auch kein Scherz. Aber die Gleichung Japan = Rot und Schwarz scheint wirklich in vielen Köpfen fest verankert zu sein. Das mag nun erst mal komisch klingen, eben wie ein dummes Klischee. Aber im Grunde ist dieses dominante Bild auch bemerkenswert. Ich kenne nur wenige Länder, mit einem vermeintlich so klaren Farbkonzept.

Aber „alles nur Rot und Schwarz“, das ist natürlich Quatsch, oder, etwas feiner ausgedrückt, eine paradoxe Reduktion, die wirklich nicht zu Japan passt. Immerhin sprechen wir von einem Land, in dem die Werte Stil und Ausdrucksbewusstsein so stark verankert sind, dass selbst der geschätzte Begriff „Ästhetik“ als Maßstab für diese Werte plump und eindimensional erscheint. Stattdessen bewegt sich Japan in einer Vielzahl von „ästhetischen“ Konzepten. Konzepte zum Thema Ausdruck, Wahrnehmung oder Empfindsamkeit und natürlich auch zum Thema Farben (mehr dazu unter der Rubrik Philosophie  Schön).

Bleiben wir bei dem Thema Farben in Japan, so lohnt ein Blick in die früheste dokumentierte Landesgeschichte, die im Grunde noch eine Mischung aus Fakten und Mythologie war. Hier werden vier Farbnamen erwähnt: aka, kuro, shiro, ao. Sie werden heute als Rot, Schwarz, Weiß und Blau übersetzt. Und ja, da haben wir auch wieder unser Rot und Schwarz. Mittlerweile ist aber vielfach die These zu lesen, dass dies keine Namen für Farben waren, als vielmehr Ausdrücke für kontrastierende optische Wahrnehmungen – hell und dunkel, klar und wage. Dabei steht Rot für klar, hell und brillant. So wird die Sonne in Japan oft rot gezeichnet, auch in der japanischen Flagge. In jedem Fall können diese Farben als die überlieferten Grundfarben in Japan bezeichnet werden und sie sind noch heute sehr präsent. So ist neben Rot und Schwarz insbesondere Blau und Weiß eine wichtige Farbkombination in Japan und wird auch häufig in tollen Büchern dokumentiert, z.B. Blue and White Japan von Amy Sylvester Katho.

Farben in Japan und der Einfluss der Natur

Mit vier Farben ist die japanische Farbpalette aber bei Weitem noch nicht komplett. Enormen Einfluss auf den Gebrauch von Farben, die Wahrnehmung von Farben und selbst auf deren Namensgebung hat in Japan die Natur.

Persönlich beginne ich immer gerne mit einer Totale auf ein Thema. Daher mache ich keinen Hehl daraus, dass mich die etwas belächelte Gesellschaftstheorie der geographischen Lage fasziniert. Heißt, Gesellschaften entwickeln sich unterschiedlich, je nach geographisch bedingter Gegebenheit. Das Beispiel Japan – vereinfacht gesprochen sind das viele Menschen auf engem Raum (kleine Inseln, viele Berge, wenig bebaubares Land). Dagegen Amerika – auch einige Menschen, aber sie entfalten sich in einem vergleichsweise unendlich großen Land. So unterschiedlich die Möglichkeiten, so unterschiedlich der Mensch. Beim Thema Farbempfinden wird die Sache klarer. Lebe ich in Trockenheit, inmitten von Sand und Gestein, so ist mein Empfinden, z.B. von sattem Grün, ein völlig anderes, als wenn ich von dichten Wäldern umgeben bin. Möglicherweise hat für mich die Farbe Grün eine völlig andere Wertigkeit. Die Natur liefert demnach nicht nur die Inspiration, sie setzt den „farblichen Maßstab“. Wie zu erwarten ist auch in Japan die Farbe Grün dominant. Sie ist natürlich, sie ist überall aber sie wird auch kulturell häufig benutzt.

Bemerkenswert in Punkto Natur ist auch, dass in Japan seit jeher die Jahreszeiten eine große Rolle spielten, auch im Übertrag auf Kunst und Kultur. Und in der Tat sind in Japan die Jahreszeiten sehr deutlich ausgeprägt. Jahreszeiten werden in Japan regelrecht zelebriert und Farben spielen dabei eine große Rolle, etwa in den Kirschblüten des Frühlings oder in dem strahlenden Rot und Gold des Herbstlaubs.

Wer diese Spektakel in Japan schon erlebt hat, hat vielleicht auch schon einmal darüber geschmunzelt: Ob nun Kirschblüte oder Herbstlaub, unsere japanischen Freunde machen um diese „Phänomene“ schon ein riesiges Geschiss. Wieder anders der Sommer – wo die Regenzeit ein sattes Grün und eine ebenso ausgeprägte Pflanzenwelt hervorbringt. Kunstgegenstände spiegeln und kontrastieren eben diesen jahreszeitlichen Rahmen. Alles muss passen und zwar zu den Farben der Jahreseit. Die Teeschale und das Rollbild zu den Tönen des Laubs im Garten. Der starke Einfluss der Jahreszeiten zeigte sich schon in frühesten Anthologien, die nach Jahreszeiten sortiert waren, sowie in vielen Texten, wo stark auf Blumen, Pflanzen und deren Farben referenziert wurde.

Auch das bekannte Kopfkissenbuch der Hofdame Sei Shonagon beginnt mit einer kurzen Abhandlung „Über die Jahreszeiten“.

Und so haben sich, neben den vier beschriebenen Ur-Farben Rot, Schwarz, Weiß und Blau, in Anlehnung an die Natur, folgende Farben durchgesetzt, die insbesondere in dem wunderbaren Buch „The colours of Japan“ als die Farben Japans bezeichnet werden: Lila, Braun, Grün, Gold und Silber. Goldene oder silberne Gegenstände deshalb, weil in dunklen Räumen, wie dem traditionellen japanischen Haus mit Papierschiebetüren und wenig Licht, die Reflektion von Gegenständen, etwa golden bemalten Schiebetüren, sehr erwünscht war, zumindest in einem gewissen Umfang.

Und natürlich lieferte die Natur in Form von natürlichen Pigmenten den Rohstoff, mit dem die Menschen (historisch betrachtet) kreativ wurden.

Farben in Japan und deren Bedeutung in der Gesellschaft

Farben entspringen also der Natur – das ist einfach und mach Sinn. Was aber passiert, wenn nun der Mensch sich diese Farben zu eigen macht? Im Folgenden einige Beispiele aus dem reichen geschichtlichen Fundus Japans, die den Zugang zu Farben und deren Erleben verdeutlichen.

Ein erster lohnender Blick fällt auf das beginnende 7. Jahrhundert, eine Zeit von großer Relevanz für die Prägung eines grundsätzlichen Farbempfindens in Japan. Hier liegt der Ursprung der sogenannten „Hierarchie der Farben“ in Japan. Anders als in vielen Kulturen, hatte der japanische kaiserliche Hof so gut wie nie Juwelen, Kronen oder Metalle als Symbole seiner Macht gewählt. Stattdessen wählte er Farben, etwa im System der 12 höfischen Ränge, von Prinz Shotoko eingeführt. Der Rang des Trägers erschloss sich über die Farbe der Kopfbedeckung. Purpur symbolisierte den höchsten Rang, Schwarz und Weiß den niedrigsten. Gelbliches Braun und Orange waren dem kaiserlichen Paar vorbehalten. Das gemeine Volk trug lediglich „erlaubte“ Farben, etwa Gelb und Grau. Farbe ist Standesdünkel, der die Menschen sichtbar trennt.

Eine weitere prägende Epoche ist das 10. und 11. Jahrhundert, explizit die höfische Kultur der Heian-Zeit. Der kaiserliche Hof erfreute sich seinerzeit eines sorgenfreien Lebens, auch in materieller Hinsicht, das über zwei Jahrhunderte weder durch Aufstände, noch durch anderen Ungemach belästigt wurde. Um die primitiven Lebensbedingungen der Menschen in den Provinzen kümmerte sich die höfische Gesellschaft schlicht und einfach nicht. Das alleinige Anliegen – ein genussreiches Leben zu führen, mit nichts anderem als Schönheit, Liebe, Kunst und Literatur im Sinn. Alles referenzierte auf Ästhetik und damit natürlich auch auf Farben.

Hier ein Beispiel aus dem bereits erwähnten Kopfkissenbuch:

Was vornehm ist

 Schnee auf Pflaumenblüten. Glyzinienblüten. Ein bildschönes Kind, das Erdbeeren isst. Eine weiße Jacke auf violetter Weste. Entenküken. Ein Rosenkranz aus Bergkristall.

Der Hof schätzte Purpur und Pink. Die Hofdamen sprachen über ihre Garderobe und die perfekte Farbkombination. Ja, es war die Ästhetik einer privilegierten Gesellschaft, einer handvoll Damen und Edelleute am Hof des Kaisers, die es sich leisten konnten, sich ausschließlich mit Schöngeistigem zu befassen. Es handelte sich um eine sehr kleine, abgekapselte, aber für das ästhetische Selbstverständnis Japans doch sehr prägende Welt.

Nicht zuletzt in diesen Zeiten entstand in Japan ein Farbkatalog (dentouiro), der seinesgleichen sucht. In zahlreichen Katalogen sind bis zu 500 überlieferte Farben beschrieben, mit feinsten Farbabschattierungen und mit wunderbaren Namen: Kôbai-iro (rote Pflaume), Sakuranezumi (Kirschblütenmaus), Benihibata (Zypressenrindenrot), Azuki-iro (rote Bohne), Rikyûcha (Sen no Rikyu‘s grüner Tee), Usumoegi (blasse junge Frühlingszwiebel), Shironezumi (weiße Maus). Und auch hier wieder der Bezug zur Natur. Bemerkenswert finde ich, dass auch heute noch Designer in Japan, wie in einem Geheimcode, auf diese Farben referenzieren.

Zur Brillanz von Farben bleibt noch zu sagen, dass traditionelle japanische Farben weitgehend matte, gedämpfte, pastellige Farben sind, mehr stumpf als glänzend, zumindest, wenn es nicht um Rot oder Schwarz geht.

Und nun nähern wir uns meinem Lieblingsthema, der Edo-Zeit (1603-1868).

In die Edo-Zeit fallen rund 250 Jahre ohne nennenswerte kriegerische Auseinandersetzungen, was in der japanischen Geschichte durchaus bemerkenswert ist. Das Ständesystem wurde eingeführt. Es unterschied zwischen dem Schwertadel, also den Samurai als höchstem Stand, gefolgt von den Bauern und zuletzt der Stadtbevölkerung, die aus Handwerkern und Händlern bestand. Sämtliche Bereiche des Lebens waren strengen Regeln unterworfen. Zudem riegelte das Shogunat ab Mitte des 17. Jahrhunderts Japan von beinahe sämtlichen Einflüssen aus dem Ausland ab. Handel und Reisen – verboten. Interessant ist dabei, dass in diesen Zeiten des abgeschotteten Friedens gerade die Kaufleute und Handwerker einen enormen Aufschwung erfuhren. Sie entwickelten sich gar zur treibenden Kraft der Gesellschaft, die insbesondere das kulturelle und das künstlerische Leben befeuerten. Die Städte florierten und aller Anti-Luxus-Gesetze zum Trotz, entstand ein Markt für besonders luxuriöse Produkte und Waren. In diesem Klima brachten es insbesondere die Händler zu erheblichem Wohlstand. Doch auch die reichsten ihrer Zunft durften noch immer nicht alle Farben tragen. Die Folge – kreativste Bemühungen, das Korsett der Farben nach besten Möglichkeiten zu dehnen. In diesem Zuge brachten Färber und Weber eine immense Auswahl an Stoffen in Brauntönen, Grautönen und anderen gedämpften, aber raffinierten Farben auf den Markt. Auch hier lohnt wieder der Blick in den japanischen Farbkatalog (dentouiro).

Nun ließe sich attestieren, dass es sich selbst bei dem Thema Farben recht so verhält, wie man es von Japan erwarten würde: Alles ist reglementiert und strukturiert. Und die Menschen befolgen diese Regeln, zumindest überwiegend. Wenn es da nicht doch eine besondere Form des „Ausbruchs“ gäbe. Sagen wir einmal so, des „kontrollierten“ Ausbruchs, oder der kleinen Revolution.

Auch in der hochreglementierten Gesellschaft der Edo-Zeit gab es am Ende des Tages Ausnahmen von den täglichen Zwängen. Es handelt sich dabei um Vergnügungsviertel, das Kabuki-Theater oder die Prostitution. Diese Varianten der Vergnügung wurden vom Shogunat geduldet. Sie galten als künstliche Plätze, die nichts mit der Realität gemein haben. Und gerade an diesen gesellschaftlichen Sollbruchstellen wird es in Japan immer interessant, auch hinsichtlich Farben. Hier fand all das seinen Ausdruck, was eigentlich nicht auszudrücken war. Brillante, sogar grelle Farben gehörten plötzlich mit zum Inventar. Auch das Theater spiegelte in weiten Teilen diese künstliche Welt.

Mit dem Wort Vergnügungsviertel ist, im Gegensatz zur Prostitution, die Avantgarde der Unterhaltung seiner Zeit gemeint, die Unterhaltung durch Geishas. Die wiederum galten als Maß- und Stilgebend, insbesondere wenn es um die Kombination von Farben und Mustern in ihren aufwendigen Kimonos geht. Die stilistischen Regeln, etwa in welchem Monat welche Farbkombination zu tragen sei, waren allgemein bekannt. Hier ein paar Beispiele: März (Pfirsich und Kaki), Juli (Rot mit Herbstlaubgelb), August (Zederngrün mit Himmelbau) Dezember (Lavendel und Dunkelblau). Diese Jahrhunderte alte Tradition der Farbkombinationen im Kimono ist auch heute noch Teil des japanischen Farbverständnisses. Und ja, Japan kombiniert Farben anders, als es dem westlichen Auge zuweilen gefällt.

Sowohl das Leben der Geishas, das Treiben in den Theatern, der Stil der Kabuki-Schauspieler, als auch das Treiben in den Rotlichtvierteln, fanden ihren Ausdruck in einem bestimmten künstlerischen Medium, dem Farbholzschnitt namens Ukiyo-e. Es handelt sich dabei um die Bilder der sogenannten fließenden Welt, wie all jene Vergnügungen bezeichnet wurden. Im Grunde ist dies ein wunderschöner, urjapanischer Ausdruck für die „geleitete Ungezügeltheit“. Dabei wurden Inhalte und Motive der Farbholzschnitte, wie auch in vielen anderen Medien, durchaus zensiert. Farben betraf dies aber nicht. Ukiyo-e sind daher ein einzigartiger Ausdruck von sprühender japanischer Kreativität in Form von gewagten Designs sowie brillanten und aufreizenden Farben. Einblicke hierzu in der Rubrik Galerie.

Wabi-Sabi und Lob des Schattens

Von der geleiteten Ungezügeltheit bis zum Lob des Schattens ist es, zugegebenermaßen, ein weiter Weg. Dennoch empfinde ich genau diese Gegensätze als äußerst bezeichnend für Japan, denn eben diese beiden Pole machen das japanische Ausdrucksdasein aus. Und die Wirkung des Schattens ist bedeutender als wir eventuell vermuten. Tanizaki Jun’ichirô schreibt in seinem vielzitierten Essay Lob des Schattens, der auch gerne als ästhetisches Testament Japans bezeichnet wird, viel über die Dunkelheit, die das japanische Herz berührt, die die Farben dämpft und Oberflächen in einen sanften Schleier hüllt.

„Im Allgemeinen werden wir von innerer Unruhe erfasst, wenn wir hell glänzende Dinge sehen“.

Hierzu zählt Tanizaki poliertes Besteck, Stahl und Nickel, wogegen in Japan die Sakeschale oder der Wasserkessel aus Silber gerade nicht poliert würden. Im Gegenteil, man freue sich, wenn der Oberflächenglanz verschwindet und das Objekt mit den Jahren sogar schwarz anläuft, sich sozusagen dem Schatten ergibt.

 

Und dies führt direkt zu Wabi-Sabi, einem japanischen ästhetischen Konzept, das anscheinend aktuell in aller Munde ist. Wabi beschrieb ursprünglich ein Gefühl des sich einsam und verloren Fühlens. Ästhetisch steht Wabi für das absolut Einfache und Unverfälschte. Es steht für die Schönheit der einfachen und unprätentiösen Dinge, für Schlichtheit und Erhabenheit in der Unvollkommenheit. Und es geht um natürliche, organisch wirkende Dinge – Inspiration und Harmonie aus der Natur. Sabi steht in seiner ursprünglichen Bedeutung für alt, abgegriffen, mit Patina aber auch mit Reife. Gemeint ist somit die Schönheit jener Dinge, die einen Alterungsprozess durchlaufen haben, die Spuren der Zeit und es Lebens tragen. Wabi-Sabi umschließt somit die Schönheit des Vergänglichen, Einfachen, natürlich Gealterten. Aber Vorsicht, wer nun Assoziationen zu Shabby-chic und Vintage hat, ist auf dem völlig falschen Weg. Wabi-Sabi schöpft aus Melancholie, Spiritueller Tiefe und etwas sehr Intimem, Menschlichen. Der Ursprung von Wabi-Sabi ist der japanische Zen-Buddhismus, der besagt:

Alles ist vergänglich, nichts ist fertig, nichts ist perfekt (Mehr dazu unter Wabi Sabi).

Mit „Mode“ oder einem „Look“, hat dies gerade nichts zu tun, auch wenn Ikea aktuell Teller im Wabi-Sabi „Look“ verkauft. Hinsichtlich Farben geht es dennoch um ein eindeutiges Konzept: nicht die Klarheit der Farbe ist prägnant, sonder die Oberfläche, die die Spuren der Zeit trägt, die jegliche Farbe verändert und verwittern lässt. Wabi-Sabi ist daher ein wichtiges Fundament, wenn es um das Verstehen des japanischen Farbempfindens und des Farbwahrnehmens geht.

Was haben wir heute in Japan? Sind die schönen Traditionen zum Thema Farben passe? Haben die westlichen Moden alles überstrahlt wodurch nur mehr chromatische Anarchie übrigbleibt? Sicherlich, die westliche Farbästhetik hat vieles überlagert und mit Blick auf Gucci, Strenesse und Prada gelten auch für Japan die gleichen Farben der Saison wie überall. Aber die Lust auf Farben, gepaart mit dem klassischen japanischen Farbverständnis, gibt es eben auch heute noch.

Bei diesem Thema musste ich erst letztens sehr lachen. In ein paar Zeitschriften war ebenfalls über die Farben der Saison zu lesen, allerdings in Punkt Kochtöpfe. Le criosette vermarktet gerade eine Kollektion Kochgeschirr in Azurblau. Eigentlich wollte ich dann recherchieren, wie diese bunten Töpfe wohl in Japan ankommen, um dabei prompt über die Le criosette Limited Edition zu stoßen: Sakura mit Kirschblüten darauf. Oh Gott, ich habe wirklich gelacht. Über die Töpfe lässt sich streiten! Leider konnte ich nicht abschießend erfahren, ob sich Modell Sakura und seine Kollegen in Japan wirklich gut verkaufen. Aber ich gehe zumindest davon aus. Wie gesagt, Japan hat zumindest noch immer große Lust an Farben. Und ja, es gibt die Töpfe auch in Rot und Schwarz.

Ein letztes Wort: Wie immer, über beinahe jeden Aspekt in diesem Artikel ließe sich noch unendlich vieles mehr berichten. Macht aber an dieser Stelle keinen Sinn. Vielleicht schreiben Sie mir einfach, was Sie über Farben in Japan denken und worüber Sie mehr wissen wollen.

Und hier noch mein ganz persönliches Lieblingsbild zum Thema The colours of Japan:

 

Quellen: Sei Shonagon Das Kopfkissenbuch einer Hofdame, Sadao Hibi The Colour of Japan, Pie Book The traditional Colors of Japan, Tanizaki Jun’ichirô Lob des Schattens, Donald Richie A Tractate on Japanese Ästhetics, Axel Vervoordt Inspiration Wabi

 

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2 Kommentare

  1. Ein klarer und angenehm zu lesender Beitrag. Er hat mir Freude bereitet und mich bereichert.

    • Lieber Herr Thiel,

      herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung. Es freut mich wirklich sehr, dass Ihnen der Beitrag gefallen hat.
      Mir fällt auf, dass sich viele Besucher dieser Seite für das Thema Farben in Japan interessieren. Würden Sie auch gerne mehr darüber erfahren? Es gäbe noch viel darüber zu berichten.

      Beste Grüße

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