Was Sie hier finden, sind aktuelle Ausstellungen rund um das Thema japanische Kunst und Ästhetik.

Nur eines will ich gleich an dieser Stelle ganz offen sagen. Mir geht es hier nur um Ausstellungen, die mir ganz persönlich als interessant erscheinen und die zu den Themen dieser Seite auch passen.

Hier kommen demnach meine ganz persönlichen Ausstellungsempfehlungen – von Hokusai bis Araki – aber ohne Anspruch auf irgendeine Art von Vollständigkeit.

 

September 2019

Von 05. April 2019 bis 22. September 2019

Schatten. Licht. Struktur. Papierinstallationen von Koji Shibazaki – Museum Fünf Kontinente München 

Hier geht es um Washi um Licht und um Stimmungen – und es ist die größte Schau von Shibazakis Installationen in Europa.

© Koji Shibazaki

Ohne Licht sind es nur weiße Kartonschachteln. Beleuchtet zeigen diese, was in ihnen steckt. Eine beeindruckende Schau. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Juni 2019

Von 01. Februar 2019 bis 30. Juni 2019

Samurai – Pracht des japanischen Rittertums – Kunsthalle München

RÜSTUNG (NIMAITACHIDŌ TŌSEI GUSOKU) (DETAIL) © The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Den Samurai umgibt ein Mythos, der gar nicht so einfach zu erklären ist. Sicherlich, Schlagworte stehen schnell im Raum – Ehre, Mut, Disziplin, treue Verbundenheit bis in den Tod, Taktik, kühne Kampfkunst und sogar ästhetische Sensibilität – wahre Helden – was wollen wir mehr. Aber wie lässt sich das nun alles in eine Ausstellung packen, ohne dem Kitsch zu verfallen oder unfreiwillige Assoziationen mit dem Film Last Samurai zu beschwören?  Nicht so einfach. Mal sehen, wie die Kunsthalle München an dieses Thema herangeht. 

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Mai 2019

Von 10. Januar 2019 bis 30. Mai 2019

Tokyo Blurred 2019 – Mori Ogai Gedenkstätte Berlin

Der Fotograf Peter BRUNE zeigt seine  schwarz-weiss-Fotografien von Japan. Eindrücke, die er in 25 Jahren gesammelt hat. Mein Eindruck ist, dass es sich sehr lohnt.  

© Peter Brune

 

 

 

 

 

 

 

 

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Es war einmal

April 2019

Von 18. November 2018 bis 14. April 2019

Heinrich von Kleist. Hegenbarth und Baumhekel – Josef-Hegenbarth-Archiv (Dresden)

Hegenbarth und Baumhekel eint das Interesse und die Liebe für die Ostasiatische Kunst. Und beide lassen dies in ihre Werke einfließen, wenngleich in unterschiedlichster Weise. In dieser Ausstellung stehen die großformatigen Schriftblätter von Thomas Baumhekel den Illustrationen von Hegenbarth gegenüber und sind doch auf diese Weise brillant vereint. Als Verbindungsstück fungieren die Erzählungen von Heinrich von Kleist, die beide Künstler jeweils für sich interpretierten.

An dieser Ausstellung wird sich erfreuen, wer den gewagten schwarzen Schwung liebt, gleich ob mit dem Pinsel ausgeführt oder mit der Feder.

Übrigens, um obiges Foto nutzen zu dürfen, hatte ich natürlich höchst ordentlich beim Kupferstich-Kabinett angefragt, um dann prompt eine Antwort von Herrn Baumhekel persönlich zu erhalten. Weshalb? Als „noch lebender Künstler“ dürfe er über derartige Anfragen selbst entscheiden. So oder so ähnlich formulierte es wohl das Kupferstick-Kabinett. Wie auch immer, ich habe mich sehr gefreut, ihn unter den „Lebenden“ zu wissen. Lieber Herr Baumhekel, für Ihr konstruktives Lebenszeichen besten Dank!

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März 2019

Von 08. Dezember 2018 bis 09. März 2019

Nobuyoshi Araki. Impossible Love – Vintage Photographs – C/O Berlin

Araki – seine Fotografien stehen in vielen Köpfen vor Allem für Szenen von nackten, gefesselten Frauen, Sexualität, Radikalstes und Intimstes jeglicher Art. Das ist auch nicht falsch – aber eben auch nicht alles. Straßenszenen, Alltagsszenen, Alltägliches was bei genauerer Betrachtung mehr absurd als alltäglich erscheint, gehören ebenso zu seiner Kunst wie Blumen oder Architekturaufnahmen.

Das C/O Berlin widmet sich nun den frühen Fotos von Araki. Im Zentrum der Ausstellung stehen Bilder, die Araki, wie in einem Tagebuch, von seiner Frau Yoko machte – auch von ihrem Sterben – was sicherlich erneut radikale Intimität erzeugt. 

Fotografien von Araki berühren – jeden auf seine Art. Vielleicht verstören sie auch, aber sie berühren den Betrachter. Doch bei aller Anrührung gibt es doch eine Frage, die sich mir regelrecht aufdrängt: die nach dem kulturellen Kontext. Was berührt, und warum? Woran rüttelt Araki? Welche Emotionen erzeugt er, wenn er gesellschaftliche Tabus bricht? Es ist wohl kleines Einmaleins, dass der westliche Rezipient – seinem westlichen Kontext entsprechend – anders fühlt und denkt als der japanische Rezipient. Doch wie weit gehen diese Differenzen?  Und was ist überhaupt ein Tabu – hier und dort?

C/O Berlin: Ohne Titel, a.d.S. Theater of Love, 1965 © Nobuyoshi Araki . Courtesy Mark Pearson Privatsammlung

C/O Berlin: Ohne Titel, a.d.S. Sentimental Journey, 1971 © Nobuyoshi Araki . Foto: Hubert Auer . Courtesy Österreichische Fotogalerie, Museum der Moderne Salzburg

 

 

 

 

 

 

 

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Von 07. Oktober 2018 bis 17. März 2019

Gropius, Bauhaus und Rosenthal in Amberg – Stadtmuseum Amberg (Glaskathedrale)

Zugegeben, diese Ausstellung passt auf den ersten Blick überhaupt nicht zur japanischen Kunst. Aber die Kombination aus schlichtem Bauhaus in dem ehemaligen Rosenthal-Glaswerk und den Erzeugnissen aus diesem Werk hat seinen besonderen Reiz. 

Außerdem passt die Devise von Philipp Rosenthal, wohnen und leben mit Kunst, sehr wohl zu Kunst aus Japan.  Andy Warhol,  Otto Piene oder Salvador Dalí gestalteten Designs für Rosenthal – das ist leben mit Kunst – so wie es auch das Selbstverständnis in Japan wäre. 

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Februar 2019

Von 08. Dezember 2018 bis 24. Februar 2019

Fokus Holzschnitt. Zum 120 Geburtstag Oscar Droeges – Künstlermuseum Heikendorf-Kieler Förde 

Zu sehen sind Farbholzschnitte von Nikolaus Störtenbecker und Eva Pietzcker sowie japanische Holzschnitte aus der Sammlung Spielmann-Hoppe.

Persönlich kenne ich Eva Pietzcker. In ihrer wunderbaren Werkstat für Druckgrafik hatte ich einmal die Ehre, an einem Workshop für japanischen Farbholzschnitt teilnehmen zu dürfen. Eva’s Drucke sind wirklich von besonderer Art. Ich liebe ihre „nordischen“ Motive, wie ich diese nennen würde, von Meer und Dünen und Strandhafer.  Wobei sie in dieser Ausstellung, hoch oben im Norden, auch ihre Interpretationen des Mount Fuji zeigt.

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Von 24. November 2018 bis 17. Februar 2019

Von Zauberwesen, Ungeheuern & Gespenstern. Mythen und Legenden im japanischen Farbholzschnitt des 18. und 19. Jahrhunderts – Museum Ulm

Ehrlich – ich hatte wirklich sehr viel Spaß in dieser Ausstellung. Das Museum Ulm hat viel zusammengetragen, was „zum Gruseln“ und vor allen Dingen zum Amüsieren ist. Hier geht es um Geister, magische Kröten und Dämonen im Farbholzschnitt. Auch der kleine Ausflug in die Welt der Animes und Manga passt und hält sich in einem guten Rahmen.

Bei diesem illustren Thema ist die Führung zur Ausstellung ein absolutes Must-have. Denn wer möchte, kann hier eben jene Gespenstergeschichten hören, die hinter den Farbholzschnitten stecken.

UTAGAWA KUNIYOSHI 1797–1861 Kabuki-Schauspieler Ichikawa Kodanji IV als Geist Asakura Tôgo    © Museum Ulm

Ein Beispiel: Die Geschichte vom Tellergeist Okiku

Okiku, ein junges, hübsches Mädchen, arbeitet im Haus des Aoyama Tessan. Es gibt viele Versionen der Geschichte. Eine besagt, dass dessen Gattin, vom Neid geplagt, aus einem wertvollen Tellerset den 10. Teller zerbricht, um Okiku die Schuld dafür zuzuschieben. Dies versucht nun wiederum Tessan auszunutzen, um sich Okiku, als Gegenleistung für ihre Schuld, gefügig zu machen. Angesichts all dieser Schmach und Ungerechtigkeit springt Okiku in den Brunnen vor dem Haus. Andere Versionen besagen, sie wird von Tessan selbst getötet und in den Brunnen geworfen.

Wie dem auch sei, von nun an spukt Okiku jede Nach über dem Brunnen und zählt bis neun, um dann schauerlich zu schluchzen und zu heulen. Die Bewohner des Hauses finde seitdem keinen Schlaf mehr.

Ein Priester wird zur Hilfe gerufen. Sobald Okikus Geist bis 9 gezählt hat, schreit dieser 10 und der Geist findet endlich seinen Frieden.  

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Februar 2019

Von 13. Oktober 2018 bis 10. Februar 2019

„Wie ein Traum!“ Emil Orlik in Japan –Edwin Scharff Museum Ulm

Diese Ausstellung ist wunderbar und sehr berührend. Das Edwin Scharff Museum taucht hier tief in den Japonismus, aber auf seine ganz eigene Art. Als die japanische Kunst, insbesondere japanische Farbholzschnitte, im 19. Jahrhundert nach Europa schwappten, inspirierten sie viele. Neben Monet, Manet und van Gogh eben auch Emil Orlik (1870 – 1932). Der wiederum machte sich auf nach Japan, um dort das entsprechende Handwerk zu lernen, etwa des besagten Holzschnitts. Die dort entstandenen Holzschnitte, Farblithografien und Radierungen zeigen, wie unglaublich inspirierend und beflügelnd Japan auf ihn gewirkt haben muss. Und natürlich stellt die Ausstellung auch einige ausgewählte japanische Drucke den Werken von Orlik gegenüber. Auch der Ausstellungskatalog lohnt sich.

Ulm hat offensichtlich gerade ein Faible für japanische Kunst.

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Januar 2019

Von 26. August 2018 bis 20. Januar 2019

Im Japan Fieber. Von Monet bis Manga – arp museum (Remagen nähe Bonn)

Die Ausstellung zeigt den gewaltigen Einfluss Japans auf die westliche Kunst vom Impressionismus bis hin zur aktuellen Popkultur. Dabei geht die Reise zurück bis zu Hokusai – natürlich!

Der kleine blaue Salon im Haus von Claude Monet in Giverny
© Fondation Claude Monet, Giverny

 

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November 2018

Von 01. September bis 04. November 2018

NO INTENTION – Koho Mori-Newton – Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg tim

Diese Sonderausstellung ist mir in einem Radiobeitrag über den Weg gelaufen. Gibt es überhaupt noch Kunst, die keinen anderen Zweck hat als Kunst, wurde da gefragt. No Intention! Neben seinen Seidenarbeiten zeigt das tim Zeichnungen und Assemblagen des Künstlers, die wie absichtslose Erkundungen der Welt wirken.

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Von 04. September 2018 bis 04. November 2018

The Only Male Geisha – Japanisches Kulturinstitut Köln

Die beiden Künstler Hans Diernberger und Will Saunders erkunden in einem multimedialen Kunstprojekt die Bedeutung und Wirkung der einzigen männlichen Geisha Japans, Eitaro Matsunoya.

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September 2018

Von 01. März 2018 bis 30. September 2018

Das gedruckte Bild – Museum für Ostasiatische Kunst Köln

Das Museum für Ostasiatische Kunst Köln zeigt seine lange gelagerte Sammlung an japanischen Farbholzschnitten unterschiedlichster Art. Der Ausstellungskatalog lohnt sich in jedem Fall. Die Ausstellung wurde einmal verlängert. Vielleicht passiert das ja noch einmal…

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