Auf der Jagd nach den besten Museen über japanische Kunst ist mir schon einiges begegnet. Ganz ehrlich – vieles war Mist. Aber diese hier sind großartig.

 

 

Museum für Ostasiatische Kunst Köln

Das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln beherbergt beeindruckende Sammlungen zu chinesischer, japanischer und koreanischer Kunst. Die Japan-Sammlung bietet Stellschirmmalerei, Kalligrafie, Tuschmalerei, buddhistische Skulptur und Malerei, aber auch Farbholzschnitte, gedruckte Bücher und Lackarbeiten. Die Sammlung an Holzschnitten ist beachtlich. Nicht zuletzt deshalb war die letzte Ausstellung Das gedruckte Bild ein Traum.

Für mich ist das Museum für Ostasiatische Kunst in Köln das beste Museum für ostasiatische Kunst in Deutschland, zumindest was den Umfang und die Vielseitigkeit der Exponate betrifft. Und – im Shop gibt es eine wirklich tolle Auswahl an Literatur – ein Fressen für alle Asienfreunde.

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Museum Fünf Kontinente – München

So, nun kommt doch ein wenig lokale Verbundenheit mit ins Spiel. Ich bin eben einfach Münchnerin. Das Museum Fünf Kontinente ist vielleicht nicht das umfangreichste Museum, wenn es explizit um japanische Kunst geht. Aber die Japansammlung zeigt einen großen Teil der Sammlung Siebold, was insofern ein interessantes Stück Heimat ist, da Siebold als bayerischer Arzt, Japan-Forscher und Sammler als Begründer der internationalen Japanforschung gilt. Zu sehen sind auch einige interessante Farbholzschnitte, die den Wandel Japans zwischen 1894 und 1945 dokumentieren. Also, man sollte vielleicht nicht die Welt erwarten, aber man kann durchaus hingehen.

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Edoardo Chiossone Museum of Oriental Art – Genua

Foto von Paolo Monti: Eduardo Chiossone Museum

Das Edoardo Chiossone Museum liegt wunderschön gelegen im Grünen auf den Anhöhen von Genua. Der Künstler Chiossone lebte während der Meiji-Zeit für 23 Jahre in Japan und brachte eine umfangreiche Sammlung mit. Das Museum zeigt heute Exponate aus Japan, China und Thailand. Zu erwähnen ist der Fundus an Ukiyo-e Malerei – nicht Drucke, sondern Malerei.

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The Metropolitan Museum of Art – New York

Das größte Museum für Kunst in den USA hat viel zu bieten. Auch japanische Kunst – natürlich – im Department of Asian Art. Von Malerei bis Lackwaren ist der Fundus wirklich groß. Besonders markant sind die japanischen Wandschirme. Eine sehr delikate und beindruckende Auswahl, die es selbst in Japan selten zu sehen gibt. Zudem hat die MET laufend Sonderausstellungen rund um das Thema japanische Kunst im Programm. Diese Vielfalt und Abwechslung wird wirklich nicht überall geboten. Würde ich in New York leben, wäre ich alleine mit den Sonderausstellungen ganz schön beschäftigt.

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Nationalmuseum Tokyo

Dieses Museum ist und bleibt ein Klassiker. Einfach hingehen! Es ist das älteste und größte Museum Japans. Mehrere Tage sind für dieses Museum durchaus angebracht. 

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Ôta Memorial Museum of Art – Tokyo

Dieses kleine Museum beherbergt ausschließlich Ukiyo-e – wunderbare Farbholzschnitte. Das Ôta Memorial ist nicht gerade riesig, aber zeigt wirklich exquisite Sammlungen, die zum Teil auch außer Landes gehen. Interessant ist, dass das Museum regelmäßig von absoluten Ukiyo-e-Kennern besucht wird. Diese japanischen Herrschaften sind auch bereit, auf Englisch mit den Besuchern ihr wissen zu teilen. Die leidenschaftlichen japanischen Diskussionen, und ich meine damit japanische Leidenschaft, bleibt leider den Insidern vorbehalten. Spannend ist auch die Lage des Museums, in einer Seitenstraße zur belebten Omotesando – der sogenannten Champs Elysees of Tokyo. Außerdem ist es auch mal interessant, in einem Museum immer wieder die Schuhe auszuziehen, um auf den Tatami-Podesten die Drucke ganz aus der Nähe anzusehen.

My favorite museum about Ukiyo-e!

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Kamigata Ukiyo-e Museum – Osaka

Klein aber fein. Schon das Äußere des Museums besticht. Irgendwie wie Hundertwasser auf Japanisch. Das ganze Museum erstreckt sich mehr in die Höhe als in die Breite und fühlt sich an, wie ein gemütliches Kunst-Wohnzimmer. Dieser Ort ist definitiv ein wunderbarer Ort, um sich dem Thema Ukiyo-e anzunähern. Die Drucke zeigen überwiegend Motive aus Kamigata, dem heutigen Osaka. Die sogenannten Osaka-Prints sind wirklich ausdrucksstarke Drucke.

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21_21 DESIGNSIGHT – Tokyo

Jetzt mal etwas ganz anderes. Hier geht es nicht um klassische japanische Kunst. Es geht um japanisches Industriedesign. Das Museum ist ein Kunstwerk, die Menschen, die sich hier versammeln, um Inspiration, klare Formen und Design aufzusaugen, vervollständigen dieses. Das Gebäude von Tadao Ando, als künstlerischer Leiter ist Issey Miyake mit an Bord. Da darf man einiges erwarten. Bei meinem letzten Aufenthalt in Tokyo hatte ich in Roppongi, nicht weit vom DESIGNSIGHT gewohnt. The best place den ich kenne zum Thema Design in Japan.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Honolulu Museum of Art

Nein, ich muss gestehen, ich war noch nicht im Honolulu Museum of Art. Freund und Bekannte haben aber geschwärmt, dass dieses Museum mit einer hervorragenden Sammlung an Asian Art aufwarten kann. Viele waren derart begeistert, dass es mich schon etwas gewundert hat. Ist es nicht eher Hawaii an sich, was euch an diesem Erlebnis fasziniert hat? Nun, ich weiß es nicht besser, aber alle blieben dabei, dass es wirklich ein wunderbares und sehenswertes Museum sei. Unter den japanischen Schätzen befindet sich unter anderem eine Sammlung von mehr als 10.000 Farbholzschnitten. Diese scheint schon wegen der enormen Bereite an unterschiedlichsten Drucken, von handkolorierten Mandalas bis modernen Drucken, interessant zu sein. Es ist eine Sammlung, die sich eben nicht nur auf Ukiyo-e (Bilder der fließenden Welt) beschränkt. Außerdem betreibt das Museum eine Online-Datenbank für japanische Drucke. Ein Großteil der Sammlung ist dort bereits katalogisiert.

Das alles klingt für mich faszinierend. Es hört sich so an, als wäre das Honolulu Museum of Art wirklich einen Besuch wert. Mein Mann – der wird sich freuen, dass er nun auch noch nach Honolulu mit mir fahren kann.

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Tikotin Museum of Japanese Art – Haifa

Das Tikotin bietet eine wunderbare Mischung von moderner und klassischer japanischer Kunst. Für alle aktuellen Ausstellungen des Hauses würde ich jederzeit in den Flieger steigen: Blue and White (porcelain)/ The Beauty of Impermanence. The Changing Seasons in Japanese Art (Ukiyo-e) / Modern Japanese Prints. Das erstaunliche ist hier wirklich: die Mischung machts!

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The Khalili Collections

Die Sammlungen der Khalili Collections von Prof. Nasser Khalili haben keinen festen Ausstellungsplatz. Sie werden stattdessen regelmäßig in namhaften Museen weltweit ausgestellt, so auch die Sammlungen Japanese Art of the Meiji Period oder Japanese Kimono. Japanische Kunst aus den Khalili Collections war auch schon in Deutschland, Österreich oder den Niederlanden zu sehen. Diese Sammlungen sind wirklich Schätze. Wem also eine Ausstellung mit Exponaten aus den Khalili Collections über den Weg läuft, der sollte sie nicht verpassen.

Übrigens gibt es hervorragende Publikationen von Khalili Collections, z.B. Japonisme and the rise of the modern art movement sowie mehrere Bände über Kimono.

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Kennen Sie noch weitere gute Museen über japanische Kunst? Schreiben Sie mir.